Unter Symptomen verstehe ich all jene chronischen Muster, unter denen du leidest, die tief mit dir und deiner Biografie verwoben sind.
Emotionales Essen
Die meisten Menschen kennen emotionales Essen um sich z.B. zu beruhigen. Sie nehmen dann eine Form von "Gier" oder "haben wollen" wahr. Wenn wir dies regelmäßig machen, weil wir die Unruhe nicht haben wollen oder gar nicht bewusst wahrnehmen, bildet sich ein chronisches Symptom, wie das emotionale Essen am Abend. Verständlicherweise glauben wir, dass die "Essende" das Problem ist und die "Disziplinierte" stärker werden soll - womit das Symptom jedoch höchstens in Schach gehalten werden kann. Ich habe mit Bulimie, Anorexie und Binge Eating sowie anderen Formen von Essstörungen Erfahrungen - eine Zusammenarbeit mit Psychotherapeuten kann hier sinnvoll oder erforderlich sein.
Beziehungsmuster und Sexualität
In Beziehungen (ich meine damit alle Formen von Beziehungen) zeigt sich viel unerlöster Schmerz aus unserer Biografie, wo die Beziehung zu uns selbst ihren Ursprung hat. Unsere natürlichen Bedürfnisse (z.B. nach Bindung, Intimität, Autonomie und Sicherheit) können uns nähren und erfüllen, aber auch unverstanden und verzweifelt zurücklassen. Oft sind wir in Beziehungen innerlich heimatlos und sehr einsam. Ich bin offen für alle Beziehungsformen, der unerfüllten Sehnsucht nach Beziehung und allen Themen, die du einbringen und zum Thema machen möchtest. Ich bringe Kink- und Queer-Awareness mit.

Abdämpfen
Unter dem Sammelbegriff "Abdämpfen" kann sehr viel fallen: stundenlanges Rumsurfen, Shopping, schlafen, beschäftigen mit allen möglichen Ablenkungen. Natürlich können auch emotionales Essen, Alkohol und Drogenkonsum darunter fallen. Ich meine damit ein "sich wegmachen" um nicht "hier" sein zu müssen. Abdämpfen ist eine sehr weit verbreitete "Beschäftigung", um mit sich selbst nicht in Kontakt sein zu müssen. Wir alle brauchen Auszeiten von der Welt und manchmal auch von uns selbst - die Frage ist, wie "sumpfig" und wie zwanghaft unsere Auszeit ist.

Kontrolle
Kontrolle ist die Kehrseite der Angst - überall wo wir kontrollieren "müssen", verbirgt sich ein ängstliches inneres Kind. Oft soll uns Kontrolle (z.B. über unser Ess- oder Trinkverhalten, unsere Sporteinheiten etc.) helfen, die undisziplinierten Seiten in Schach zu halten. Auch hier nehmen wir beide Seiten im Blick: wer will kontrollieren und weshalb? Und wer in uns will das nicht?